Ausstellungseröffnung - Totenkult in Mexiko

Am 12. Februar 2012 um 11 Uhr wird die erste Ausstellung Totenkult in Mexiko im Hamburger Bestattungsforum Ohlsdorf feierlich eröffnet.

 

  • 11 Uhr Ausstellungseröffnung mit der mexikanischen Sängerin María Yebra.

Es sprechen:

  • der Honorarkonsul Mexikos Frank K. Westermann
  • der Geschäftsführer der Hamburger Friedhöfe Wolfgang Purwin

 

  • 14 Uhr Vortrag von Anne Slenzka - "Die Toten zu Besuch bei den Lebenden - eine faszinierende mexikanische Tradition", Cordes-Halle, Eintritt frei

Im Café Fritz werden Spezialitäten aus Mexiko serviert.

Zur Ausstellung:

Die Mischung aus vorspanischen und europäischen Traditionen hat in Mexiko eine sehr spezielle Umgangsweise mit dem Tod entstehen lassen. Die Ausstellungsobjekte und Bilder bieten einen Einblick in diesen kulturellen Reichtum.

 

Tod und Jenseits im alten Mexiko

Im vorspanischen Mexiko bei den Azteken gab es fünf verschiedene Jenseitsorte, in die man nach dem Tod gelangen konnte. Das „Heim der Sonne“ für verstorbene Krieger, der „Ort der Frauen“ für Mütter, die im Kindbett verstarben, den Ort der Saugbäume für verstorbene Kinder, das Reich des Regengottes Tlaloc und Mictlan „der Ort der Toten“.

Die meisten Verstorbenen kamen nach Mictlan. Um dorthin zu gelangen mussten sie gefahrenvolle Stationen überbrücken, u.a. einen Fluss überqueren. Über den Fluss konnte einen nur ein Hund bringen. Deshalb hielten sich die Mexikaner einen Lieblingshund, der sie dann nach dem Tod nach Mictlan bringen würde.

Vorzeichen

Der Ruf der Eule galt im vorspanischen Mexiko als Ankündigung eines bevorstehenden Todes. Die Eule des mexikanischen Künstler Don Jacobo Angeles ist detailliert mit Mustern aus alten mexikanischen Bilderhandschriften verziert.(s. Bild links)

 

Inspiration Posada

Der mexikanische Künstler und Karikaturist José Guadalupe Posada entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts seinen eigenen Stil, in dem er Skelettfiguren in lebendigen Szenen darstellt. Noch heute inspiriert er viele mexikanische Künstler.

Diese Darstellungen werden rund um den Totentag gerne in mexikanischen Städten gezeigt.

 

Mexiko heute – die Toten zu Besuch

Jedes Jahr zum Totentag am 1. November kommen in Mexiko die Verstorbenen zu Besuch. Sie werden in den Häusern mit Speisen, Getränken, Weihrauch und Blumen willkommen geheißen.

 

Auf den Friedhöfen werden zu Allerheiligen in Mexiko die Gräber gesäubert und mit gelben Blütenblättern geschmückt. Die gelben Blütenblätter sollen den Verstorbenen den Weg weisen.

 

Ausstellungsdauer: 12. Februar bis 4. November 2012, Hamburger Bestattungsforum Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Str. 756, Öffnungszeiten: Montag-Freitag 9-17 Uhr, Samstag und Sonntag 10-15 Uhr

 

 Alle Fotografien können im Rahmen der Berichterstattung zur Ausstellung "Totenkult in Mexiko" honorarfrei mit der jeweiligen Copyright-Angabe des Fotos abgedruckt werden.

Flyer "Totenkult in Mexiko" (pdf-Datei zum Herunterladen)

Foto-Download

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Mumienbündel, Codex Magliabechiano
Foto: Hamburger Friedhöfe

 

Eule  Foto: Hamburger Friedhöfe

Elegante Dame „La Catrina“ mit Gatten.

Foto: Hamburger Friedhöfe

Paar mit Hund im Fegefeuer (Tomás Hernández Baez)

Foto: Hamburger Friedhöfe

 

Altar mit Speisen und Getränken in Oaxaca (Mexiko)
Foto: Katharina Farys

Friedhof in Oaxaca (Mexiko) an Allerheiligen

Foto: Katharina Farys

 Alle Fotografien können im Rahmen der Berichterstattung zur Ausstellung "Totenkult in Mexiko" honorarfrei mit der jeweiligen Copyright-Angabe des Fotos abgedruckt werden.