gärtnerische Überarbeitung im Zuge des Projekts Ohlsdorf 2050
Der Südteich gehört zu den herausragenden Arealen der Landschaftsarchitektur auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Kaum noch sichtbar war allerdings die Insel inmitten des Teichs. Daher wurde jetzt um den Teich herum und auf der Insel der Rhododendron zurückgeschnitten und der Wildwuchs entfernt. Alte Bäume auf der Insel sind vom Unterholz befreit und weithin sichtbar. Durch Durchblicke entsteht ein neues Raumgefühl und die ursprüngliche Sichtbeziehung zwischen Cordesbrunnen und Rosengarten wird wieder sichtbar.
Die gärtnerische Überarbeitung der Flächen am Südteich im Sinne der Gartendenkmalpflege ist eine Maßnahme im Zuge des Projekt Ohlsdorf 2050.
Zur Geschichte des Südteichs
Herausragend und einzigartig ist der Bereich um den Südteich in den Planquadraten L/M 7-10. Hauptsächlich zu Drainagezwecken ließ Cordes 1889 eine frühere Bodensenke zu einem herzförmigen Teich ausbauen. Etwa die Hälfte der Teichfläche nahm eine buchtenreiche Insel ein. Aufgewertet wurde der Bereich durch Schmuckpflanzungen und mit dem angrenzenden Rosarium entwickelte sich der Südteich bald zur Hauptattraktion des Friedhofes. Die Friedhofsbesucher konnten über gewundene Wege wandeln, über mehrere Brücken die Insel erreichen, von dort aus zum Rosarium gelangen, sich auf Sitzbänken ausruhen oder die besonderen Pflanzungen genießen.
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Bereich um den Südteich verändert: So sind die Holzbrücken verschwunden, die schmiedeeiserne Brücke wurde versetzt. In großen Teilen haben wild aufgewachsene Brombeeren und Erlen ein Dickicht entstehen lassen, welches die früheren Sichtbeziehungen verdecken und somit das abwechslungsreiche Erleben dieser Anlage verhindert.
Im Rahmen des Projekts Ohlsdorf 2050 wird der ehemalige Parkbereich im denkmalpflegerischen Sinne gestalterisch aufgewertet und zahlreichen Gästen des Areals am Südteich und dem angrenzenden Rosengarten Freude bereiten.
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