Höhepunkt am Wochenende erwartet
Auf dem Ohlsdorfer Friedhof beginnt die Rhododendronblüte. In den sonnigen Standorten sind die Blüten bereits aufgegangen. Wenn das warme Wetter anhält, ist der Höhepunkt der Blüte am nächsten Wochenende zu erwarten. Dann blühen fast alle der 36.000 Rhododendren in den typischen Farben: weiß, weinrot oder violett.
Wie kam der Rhodondren auf den Ohlsdorfer Friedhof?
Wie viele andere Gehölze auch, wurde diese Züchtung zu Beginn des 19. Jahrhunderts von England nach Norddeutschland eingeführt. In Hamburg war es die Baumschule James Booth & Söhne, die sich des Imports annahm. Der Begründer der Firma ist im engen Zusammenhang mit der Entwicklung der „Ornamented Farm“ - ein Mustergut nach englischem Vorbild - des Barons Caspar Voght zu sehen. Der Baron holte den Gärtner James Booth 1794 aus Schottland nach Klein Flottbek und betraute ihn mit der Bepflanzung seiner Ländereien. Kurz vor Auflösung der Firma 1884 verkaufte diese etwa 57.000 Stück Gehölze und weit unter Katalogpreis an den Friedhof, darunter auch 1.000 Rhododendronpflanzen in verschiedenen Arten, so auch „Rh. catawbiense maxima als besondere Pflanzen, die Verwendung finden können an Raendern oder auch als selbständige Guppen“, Grundstock für den heutigen Bestand.
Der größte Parkfriedhof der Welt liegt während der Rhododendronblüte ganz im Zeichen der Farbenpracht. Viele Besucher genießen während eines Spazierganges die farbenreiche Landschaft. Die Rhododendronblüte dauert noch einige Tage an. Sie können den botanischen Reichtum auch während einer Führung kennenlernen. Termine für Führungen finden Sie auf: www.friedhof-hamburg.de.
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