WIR SIND FÜR SIE DA,

WENN EIN WEG ZU ENDE GEHT.

Ratgeber

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

BEREICH AUSWÄHLEN:

Wer macht was im Trauerfall?

Über die Jahrhunderte hat sich das Bestattungswesen in verschiedene Gewerbe und Institutionen differenziert, die vom Leben bis zum Grab verschiedene Aufgaben wahrnehmen. Hier die Übersicht über die wichtigsten Gewerbe - ohne die Betriebe im Hintergrund, mit denen ein normaler Angehöriger kaum zu tun hat, wie z.B. Sarg- und Urnenhersteller. Auch haben wir aus Wettbewerbsgründen nicht auf die Hamburger Angebote verlinkt.

Friedhöfe
Die Funktion der Friedhöfe besteht darin, Bestattungsfläche für Verstorbene vorzuhalten und zu verwalten. Diese Verwaltung umfasst u.A.:
- Beratung über Grab, Bestattung und andere friedhofsbezogene Leistungen und Angeboten persönlich, mit Broschüren und online
- Überlassung und Verwaltung von Grabstätten und deren Ablauf sowie ggf. Räumung von Grabsteinen
- Annahme und Aufbewahrung von Verstorbenen in Särgen oder Urnen
- Angebote von Feierhallen oder Friedhofskapellen für Trauerfeiern
- Entwicklung von klassischen und modernen Grabstättenangeboten
- Öffnen und Schließen der Grüfte, in denen der Sarge oder die Urne beigesetzt wird
- Hoheitliche Überwachung der Bestattung und deren Beurkundung
- Überwachung der Regelungen für Bepflanzung, Grabsteine und Bestattertätigkeit
- Öffnung und Schließung der Friedhofszugänge
- Pflege der Anlage, meist Grünanlagen, einschließlich Kapellen, Verwaltungsgebäuden, Wegen, Bänken, Brunnen, Brücken, Kriegsgräbern, Zäunen, Beschilderungen, Frisch- und Abwasserleitungen, Beleuchtungen etc.
- Einnahme von Gebühren

Bestattungsinstitute
Sie führen vor einem Sterbefall Vorsorgegespräche. Die Bestattungsinstitute sind jedoch, neben Geistlichen, meist die ersten, die im Sterbefall kontaktiert werden. In Beratungsgespräche mit den Angehörigen werden die Wünsche erörtert, die für die Bestattung wichtig sind. Soll es eine Erd- oder Feuerbestattung sein? Welcher Sarg bzw. Urne werden gewünscht? Gibt es bereits eine Grabstätte oder nicht? Wenn es keine gibt, welche soll es sein? Soll es eine Trauerfeier geben und welche Musik soll dort gespielt werden? Wer soll die Trauerrede halten? Soll es eine Anzeige in der regionalen Presse geben? Wie sieht die Einladung zur Trauerfeier aus? Welcher Blumenschmuck ist gewünscht? Sollen besondere Gedenk-Aktionen stattfinden, z.B. die Verteilung von Andenken an eine Trauerfeier?
Überführungen von Verstorbenen, Särgen oder Urnen zu anderen Friedhöfen sind klassische Angebote. Die Thanatopraxie, also die kosmetische Behandlung von Leichnamen für z.B. eine Aufbahrung im offenen Sarg, sind in den letzten Jahren hinzugekommen.
Auf muslimische Bestattungen spezialisierte Institute übernehmen insbesondere Überführungen mit dem Flugzeug in Herkunftsländer oder Bestattungen nach islamischen Regeln.

Restaurants/Cafés für Abschiedsempfänge
Viele halten den Austausch und die Begegnung der Angehörigen nach Trauereier und Beisetzung für wichtig: Sich noch einmal an gemeinsame Erlebnisse erinnern, Familienmitglieder treffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, stabilisieren die Gemeinschaften und gehören zum klassischen Repertoire des Abschiednehmens. Hierzu gibt es rund um die Friedhöfe für Abschiedsempfänge eingerichtete Cafés und Restaurants.

Floristen …
… stellen den Blumenschmuck her, der während der Trauerfeier den Raum schmückt. Bei ihnen können von Angehörigen Kränze und Sträuße bestellt werden, die dann persönlich abgeholt oder in die Kapelle geliefert wird. Später wird dieser Trauerschmuck zum Grab gebracht und dekoriert dann die Beisetzungsstätte. Floristen kümmern sich auch um die sogenannten Kranzschleifen, auf denen ein letzter Gruß steht, meist mit dem der/der Namen Grüßenden.

Friedhofsgärtner
Nachdem eine Beisetzung stattgefunden hat, die Blumen abgeräumt und ggf. der Erdhügel über dem Sarggrab entfernt wurde, kommen die Friedhofsgärtner ins Spiel. Sie bepflanzen das Grab, wenn gewünscht im Wechsel der Jahreszeiten, mit Blumenschmuck, Bodendeckern oder Einzelpflanzen nach den Wünschen ihrer Kunden, meist den Angehörigen.

Steinmetzen
Auf vielen Grabstätten ist es üblich, Steine mit den Namen der Verstorbenen zu setzen oder einen vorhandenen Stein mit einem solchen neu zu beschriften. Das Angebot reicht von künstlerisch hochstehenden Entwürfen bis zu einfachen, kleinen Steinen. Die handwerkliche Herstellung der Steine, Beschriftungen, Setzungen und, wenn gewünscht, regelmäßige Pflege obliegt den Steinmetzen.

Krematorien
In Krematorien findet die Feuerbestattung (Kremation) statt, die Einäscherung des Verstorbenen im Sarg. Eine Kremation dauert rd. eine Stunde. Ergebnis ist Asche, die in Urnen gefüllt wird. Die Urne wird anschließend in einer entsprechenden Gruft beigesetzt oder zur Seebeisetzung vorbereitet.

Förderkreise
Insgesamt gibt es 17 Förderkreise auf deutschen Friedhöfen, die sich um ihr kulturelles Erbe kümmern, über das Maß hinaus, das die Friedhofsverwaltungen und Träger selbst leisten können. Friedhofsführungen zu Gräber von Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, naturbezogene Touren, aber auch Museen und die Restaurierung kunsthistorisch wertvoller Grabstätten gehört zu ihren Aufgaben. Sie führen Archive und sind immer mehr ein Fenster in die Vergangenheit ihrer Kommunen. In Hamburg aktiv ist der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof.

Geistliche
Viele Kirchengemeinden haben traditionell Friedhöfe mit Kapellen. Jahrhundertelang hielten sie das „Monopol“ auf Beisetzungen. Heute gibt es neben diesen kirchlichen Friedhöfen auch von den Kommunalverwaltungen oder anderen Gemeinden geführte Friedhöfe.
Mit den Geistlichen wird die Art der Trauerrede besprochen, abhängig davon, ob er Mitglied der Gemeinde war oder nicht. Die Ausgestaltung der Rede wird mit den Angehörigen abgestimmt. Die Geistlichen führen durch die Trauerfeier und begleiten den/die Verstorbene(n) zum Grab, an dem ein Gebet gesprochen werden kann.

Sargträger
Der Name ist selbsterklärend: Diese Menschen tragen den Sarg von der Trauerfeier zur Grabstätte. Wenn die Wege weit sind, nutzen sie als Hilfe Rollwagen oder Bestattungsfahrzeug. Sie tragen dazu eine besonders Gewand mit würdiger Ausstrahlung. Die Bestattungsinstitute organisieren die Träger.

Friedhofsmusiker
Es ist üblich, dass zum Gedenken an einen Verstorbenen bei einer Trauerfeier oder am Grab nicht nur Ansprachen, sondern auch Musik gehört wird. Hierzu hat sich neben einer klassischen Auswahl auch eine Sammlung individueller Stücke herausgebildet, die von Friedhofsmusikern vorgetragen wird. I.d.R. werden die Musiker über die Bestattungsinstitute beauftragt.

Hospize
Früher haben Familienangehörige Sterbende gepflegt und bis zum Ende begleitet. Heute wird dies zum Problem, wenn nämlich der Pflege- und Sterbeprozess so lange andauert, dass die (berufliche) Existenz der Sterbebegleitung geopfert werden müsste. Heute gibt es Hospize, die neben medizinischer auch die psychische Betreuung Sterbender übernehmen.

Trauerbegleitung
Viele Sterbefälle stellen die Angehörigen vor psychische Probleme, insbesondere dann, wenn Kinder oder Jugendliche versterben oder eine besondere Verbindung zu Verstorbenen bestand. Inzwischen gibt es neben den christlichen Seelsorgern auch säkulare Angebote in Form von Gesprächskreisen oder individueller Trauerbegleitung, die therapeutische Wirkung hat.

Können auf den Hamburger Friedhöfen nur Hamburgerinnen und Hamburger beigesetzt werden?

 

Auf den Friedhöfen Ohlsdorf, Öjendorf, Volksdorf oder Wohldorf kann sich jeder beisetzen lassen unabhängig von Wohnort und Konfession.

Gelten für alle Friedhöfe in Hamburg die gleichen Gebühren?

Für alle staatlichen Hamburger Friedhöfe gilt die Gebührenordnung der Freien- und Hansestadt Hamburg. Daneben existieren in Hamburg noch kirchliche Friedhöfe, die eigene Regelungen haben.

Die aktuelle Gebührenordnung finden Sie in unserem Download-Bereich.

Gibt es auf dem Ohlsdorfer Friedhof noch freie Grabstätten?

Ja, auf dem Ohlsdorfer Friedhof wird eine große Anzahl von Grabstätten angeboten. Neben den  klassischen Einzel- oder Familiengrabstätten gibt es moderne Themengrabstätten. Hier ist die Anlage als „Garten im Garten“ gestaltet und die einzelnen Gräber sind namentlich gekennzeichnet. Beliebt sind auch Angebote, bei denen die Grabpflege vom Friedhof geleistet wird. Und auch naturnahe Beisetzungen unter Bäumen oder in einer naturbelassenen Umgebung findet immer mehr Anhänger.

Wie kann ich ein Grab finden?

Wenn Sie ein Grab besuchen wollen, erkundigen Sie sich beim Grabinhaber (dem Nutzungsberechtigten) oder in der Friedhofsverwaltung oder in einer  Friedhofsgärtnerei nach der Grablage. Mit dieser Buchstaben- und Zahlenkombination können Sie die Gräber suchen. Die entsprechenden Buchstaben- und Zahlenleisten finden Sie auf allen Friedhofsplänen.
Wenn Sie die App Friedhof Ohlsdorf auf Ihrem Smartphone installiert haben, können  Sie die Grablage direkt eingeben und sich zum Grab führen lassen.

Wann wird das Wassers zum Gießen der Pflanzen an- bzw. abgestellt?

Im Sommerhalbjahr steht Ihnen an den zahlreichen Schöpfbrunnen auf den Friedhöfen Wasser zum Gießen Ihrer Grabbepflanzung zur Verfügung.
Über das Winterhalbjahr muss das Wasser abgestellt werden, um Schäden durch winterlichen Frost zu vermeiden.
Das An- und Abstellen des Wassers erfolgt immer zur Zeitumstellung zur Sommer- bzw. Winterzeit (Okt./Nov. bzw. März/April). Bei extremen Witterungsverhältnissen kann von dieser Regel eine Ausnahme gemacht werden.
Bitte beachten Sie: Es kann eine Weile dauern, bis alle Leitungen frei oder geschlossen sind. Auf dem Ohlsdorfer Friedhof dauert es knapp zwei Wochen, bis alle Ventile der 240 Kilometer langen Leitungen geschlossen sind. Außerdem werden ungefähr 1000 Schöpfbrunnen in mehreren Abschnitten geleert.

Welche Friedhofsgärtnerei ist für mein Grab zuständig?

Dies können Sie direkt in der Verwaltung oder in einer der Friedhofsgärtnereien anfragen.

Wo finde ich Toiletten auf dem Friedhof?

Öffentliche Toiletten befinden sich im Verwaltungsgebäude sowie an allen Kapellen oder Feierhallen.  Auf dem Ohlsdorfer Friedhof finden Sie zusätzliche im Forum Ohlsdorf und im Informationshaus am Fußgängereingang.
Barierrefreie Toiletten finden Sie im Forum Ohlsdorf, bei Kapelle 11 und bei Kapelle 13 auf dem Friedhof Ohlsdorf.

Darf ich auf dem Friedhof fotografieren?

Sie können auf dem Friedhof gerne ohne weitere Genehmigung durch die Friedhofsverwaltung zu privaten Zwecken fotografieren. Bitte stören Sie dabei jedoch keine Trauerzüge oder andere Gäste.

Was ist auf dem Friedhof erlaubt und was nicht?

Hunde auf dem Friedhof, Sport, Angeln, Tiere füttern – viele Menschen fragen sich, was ist auf dem Friedhof erlaubt und was nicht. Die Antworten gibt Ihnen der Auszug „Verhalten auf den Friedhöfen“.

Gibt es auf dem Friedhof ein Blumengeschäft?

Leider nicht. Blumengeschäfte finden Sie direkt  vor den Haupteingängen der Friedhöfe.

Weitere Themen